Wohl jeder Fluß-Angler träumt davon, mal eine große Meerforelle bzw. einen kapitalen Lachs fangen zu können. Doch nicht immer klappts, denn die heiklen Gretchenfragen sind "wo" und "wie"...
Unser Angelteam testete in Schweden den weltbekannten Mörrum-Fluß, an dem schon Könige seit dem Jahre 1231 ihr "Petri Heil" versuchten.
Eingebettet in unberührte Naturzonen ziehen hier Salmoniden von der Ostsee hoch. Darunter richtige Brocken der Größe XXL. Auf dem Weg zur ihren weitentferten Laichplätzen machten wir mit Fliegen- und Spinnruten Jagd auf diese Trophäen.

Daß es sich bei der "Mörrum" um einen weltbekannten Fluß handelt, zeigt sich daran, daß jährlich ca. 13.000 Sport-Angler aus 20 Nationen nach Schweden kommen. Aber gleich vorweg: Nicht alle fangen auch Fische, geschweigedenn Kapitale. Aber - die Chance, die ist wahrlich da.

Gerd, Ralf und Eggi, drei Profi-Angler, kennen die Tücken dieses fischträchtigen Flusses bestens. Sie zeigen uns, dem Horst und mir, wie man mit "Tubenfliegen" den Lachsen und Meerforellen nachstellt.

Alles andere als einfach, weil viel Wasser und zum Teil starke Strömung. Geduld, Ausdauer und Glück sind die Paramater für Erfolg.




Nach Stunden des Fliegenfischens hatte Horst den ersten Drill. Ein schön gezeichneter Lachs zappelte am Haken. Behutsam wurde er, weil zu klein, wieder in sein Element zurückgesetzt. Dann vergingen Stunden und Tage, bis es bei uns fünf Anglern wieder "Fischalarm" in der Mörrum gab.

Mitten in der Strömung ging "er" an den Haken. Mit einem satten Ruck die erste Flucht. Dutzende Meter Schnur rasten von der Fliegenrolle. Dann ein Sprung. Welch ein Lachs. Stets ein Kampf zwischen Abriß und Landung. Das Glück auf meiner Seite konnte ich den 8 Kilo Lachs ausdrillen und dank der hilfreichen Anglerkollegen auch aus dem brustiefen Wasser an Land ziehen. Wegen seines ausgeprägten Laichhakens im Maul, in dieser Form eine Seltenheit, wird der Fisch auch präpariert.

Fingen wir zwar in der Mörrum nichts mehr, so gings uns bei der Jagd auf Regenbogenforellen in einem der unzähligen Seen bedeutend besser. Einige Exemplare an die drei Kilo sollten es werden. Zwischendurch fuhren wir an die Küste zum Dorschangeln. Von einem gecharterten Boot aus holten wir so manch leckeres "Filet" aus den Tiefen des Meeres.

In einem Fluß, unweit der Mörrum, biß auch noch eine Meerforelle zu. Zu meiner Freude - in den von mir durchs Wasser gezogenen Blinker. Mit 3,6 Kilo kein Riese, aber stattlich. Alles in allem, ein tolles Angel-Abenteuer, wenngleich man nicht immer davon ausgehen sollte, Unmengen an Fischen fangen zu können. Dafür jedoch besteht bei jedem Biß die Chance, daß es ein wirklich kapitales Exemplar ist. Aber, egal ob groß oder klein, schmecken tun sie alle großartig. Hiermit ein spezieller Dank an Gerd und Ralf, die aus unseren Fängen wahre Gourmet-Gerichte zauberten, von der delikaten Fischpfanne bis zum leckeren Lachstartare...


Infos zu Angeln in der Mörrum gibt es bei:
Vöglers Angelreisen in Deutschland, 0049-(0)40-7360570,
bei Fishguide Daniel in Schweden, Tel: 0046-45460273 od. 0046-709747357
sowie im Laxens Hus: 0046-45450123 in Mörrum. www.morrum.com
Infos zu Angeln in Schweden gibt es bei:
Andree's Angelreisen, Tel: 07235-67202 für D: 06127-8011.

 

 

Autor: Gernot Heigl
Fotos:
Gerd Burock


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